Die Reichweiten der Elektroautos werden immer länger. Warum also nicht mal mit den Elektroauto verreisen? Man findet zwar immer eine Ladestation und kann europaweit laden, allerdings sind diese verschiedenen Ladenetzen angeschlossen, die jeweils eigene Zugangssysteme aufweisen. Wie funktioniert also das Laden bei “fremden” Ladenetzwerken und wieviel kostet das?

Laden ist daheim am einfachsten

An einer normalen Tankstelle kann der Autofahrer einfach Benzin tanken und gleich vor Ort bezahlen. An den meisten Stromtankstellen geht das leider (noch) nicht. Denn die Elektroautoladestationen gehören im Normalfall einem Ladenetzwerk an. Elektroautofahrer sind deshalb in der Regel Mitglied bei einem oder mehreren dieser Ladenetzwerke. Bei diesen registriert man sich als Nutzer, dann bekommt man Zugang zu den Ladepunkten des Ladenetzes.

Apps, Chips und Ladekarten dienen der Bezahlung

Das Laden selbst setzt dann je nach Technologie entweder eine Ladekarte, einen RFID-Chip, eine Smartphone-App, die Freischaltung per SMS oder das Scannen eines QR-Codes voraus. Das kommt jeweils auf die Ladestation, den Anbieter und das jeweilige Ladenetz an.

Roaming verbindet die einzelnen Ladenetzwerke

Damit ein E-Autofahrer mit der Mitgliedschaft von Ladenetzwerk A auch bei Ladenetzwerk B laden kann, gibt es Roaming Plattformen. Roaming ermöglicht so anbieterübergreifendes Laden und Bezahlen. Die Abrechnung erfolgt zu den Konditionen des jeweiligen Roaming-Partners.

eCarUp Mitglied von Hubject

Das ist praktisch für E-Mobilisten und deshalb hat sich auch eCarUp einem Roaming-Netzwerk angeschlossen. Dabei ist die Wahl auf Hubject, die Betreiberin von intercharge, gefallen.

„Für die E-Mobilität ist es wichtig, dass jeder einfach und spontan laden kann. Daher haben wir uns entschlossen, mit eCarUp intercharge beizutreten. Nun finden eCarUp Fahrer viel mehr Ladestationen in der App und können weiterhin einfach und unkompliziert Ladestationen freischalten und bezahlen.“ erklärt Fabian Trinkler, CEO eCarUp.

Das Hubject-Netzwerk ermöglicht den Zugang zu mehreren tausend Ladestationen weltweit. Etliche Ladestationen können also neu via Roaming von eCarUp Fahrern genutzt werden. Gleichzeitig sind von nun an auch die eCarUp Ladestationen in Partnernetzwerken von Hubject auffindbar. Dabei ändert sich nichts hinsichtlich Bezahlung, Kosten oder Benutzerfreundlichkeit der eCarUp Ladestationen.

Interoperabel aber ungenügender Informationsaustausch

Bezüglich Transparenz fehlen jedoch oft noch Angaben von Fremdnetzen. Was besonders auffällt sind teilweise falsche Informationen bezüglich anfallenden Ladekosten. eCarUp bemüht sich hier zusammen mit Hubject,bessere Informationen dem Nutzer bereitzustellen.

Fazit

Die Vielfalt an Ladenetzen und Betreibern ist auf den ersten Blick unübersichtlich. Dank Roaming kann mit der eCarUp App aber relativ einfach in ganz Europa geladen werden. Allerdings ist zu beachten, dass aufgrund der Roaminggebühren die Ladungen teurer ausfallen können als im eCarUp Netz. Wer regelmässig am Arbeitsplatz oder zu hause lädt, für den macht eine eCarUp Ladestation auf jeden Fall am meisten Sinn. Die Investitionen sind klein und die Kosten werden Kilowatt-genau abgerechnet. Wenn keine eCarUp Ladestation in der Nähe ist, sind die intercharge Ladestationen aber durchaus praktisch. Also, ab in den Urlaub!